Insolvenz-Antragspflicht

Unten nachfolgend der wörtlich wiedergegebene Text des § 15a Insolvenzordnung (InsO):

Sollte Ihre GmbH vor Beginn des Corona-Problems wirtschaftlich gesund gewesen sein, verlängernd die Zeit bis zur zwingenden Insolvenz-Antragsstellung.
Die Betonung liegt hierbei auf , ohne jeden Zweifel, wirtschaftlich gesund vor Corona !
Im Falle eines Falles müssen Sie im Nachhinein nachweisen, dass Ihre wirtschaftliche Notlage allein durch Corona ausgelöst worden ist.
Da es hierzu verständlicherweise noch keine Rechtssprechung und Gerichtsurteile gibt, bewegen Sie sich, wenn Sie abwarten in der Hoffnung auf Besserung, auf sehr dünnem Eis!

Als Geschäftsführer gehen Sie immer das Risiko ein, straf- und privatrechtlich (private Haftung mit dem persönlichen Vermögen) in die Haftung genommen zu werden.

Wir bieten Ihnen an, Ihre Problem-Gesellschaft mit allen Verbindlichkeiten sofort zu übernehmen bzw. einen Käufer zu vermitteln.

Sollte das alles auf Ihre Problem-GmbH zutreffen, rufen Sie uns an, dann finden wir sicher gemeinsam eine Lösung !
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Insolvenzordnung (InsO)
§ 15a Antragspflicht bei juristischen Personen und Gesellschaften ohne Rechtspersönlichkeit

(1) Wird eine juristische Person zahlungsunfähig oder überschuldet, haben die Mitglieder des Vertretungsorgans oder die Abwickler ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aber drei Wochen nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, einen Eröffnungsantrag zu stellen. Das Gleiche gilt für die organschaftlichen Vertreter der zur Vertretung der Gesellschaft ermächtigten Gesellschafter oder die Abwickler bei einer Gesellschaft ohne Rechtspersönlichkeit, bei der kein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist; dies gilt nicht, wenn zu den persönlich haftenden Gesellschaftern eine andere Gesellschaft gehört, bei der ein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist.(2) Bei einer Gesellschaft im Sinne des Absatzes 1 Satz 2 gilt Absatz 1 sinngemäß, wenn die organschaftlichen Vertreter der zur Vertretung der Gesellschaft ermächtigten Gesellschafter ihrerseits Gesellschaften sind, bei denen kein persönlich haftender Gesellschafter eine natürliche Person ist, oder sich die Verbindung von Gesellschaften in dieser Art fortsetzt.(3) Im Fall der Führungslosigkeit einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist auch jeder Gesellschafter, im Fall der Führungslosigkeit einer Aktiengesellschaft oder einer Genossenschaft ist auch jedes Mitglied des Aufsichtsrats zur Stellung des Antrags verpflichtet, es sei denn, diese Person hat von der Zahlungsunfähigkeit und der Überschuldung oder der Führungslosigkeit keine Kenntnis.(4) Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer entgegen Absatz 1 Satz 1, auch in Verbindung mit Satz 2 oder Absatz 2 oder Absatz 3, einen Eröffnungsantrag 1.nicht oder nicht rechtzeitig stellt oder2.nicht richtig stellt.(5) Handelt der Täter in den Fällen des Absatzes 4 fahrlässig, ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.(6) Im Falle des Absatzes 4 Nummer 2, auch in Verbindung mit Absatz 5, ist die Tat nur strafbar, wenn der Eröffnungsantrag rechtskräftig als unzulässig zurückgewiesen wurde.(7) Auf Vereine und Stiftungen, für die § 42 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs gilt, sind die Absätze 1 bis 6 nicht anzuwenden.