Haftung Gesellschafter (GmbH)

Im „Normallfall“, also wenn alles Bestens läuft, hat der Gesellschafter nichts zu befürchten.

Im Insolvenzfall wird die Sache interessant :
War der Gesllschafter in der Firma tätig ?
War er regulärer Arbeitnehmer?
War er nicht formel angestellt aber trotzdem in der Firma tätig?
Wenn ja, in welcher Funktion?
War er weisungsbefugt oder hat er, gewohnheitsmäßig (?) Weisungen erteilt?
Hat er über Firmengelder verfügt?
Hat er, in welcher Weise auch immer, die Firma nach außen vertreten?

Sie sehen, es gibt zahlreiche Stolperfallen, die den Gesellschafter im Insolvenzfall angreifbar machen.

Aber auch wenn der Gesellschafter nur Kapitalgeber war und ansonsten zu Hause gesessen hat, ist er im Insolvenzfall angreifbar.

Warum ?

Der Gesellschafter hat gewisse Überwachungspflichten bezüglich des Geschäftsführers.
Er muß sich immer wieder überzeugen, dass der Geschäftsführer seine Arbeit ordentlich macht.
Im Insolvenzfall muß er sich fragen lassen, inwieweit er von der wirtschaftlichen Schieflage, die in der Regel nicht von heute auf morgen gekommen ist, Kenntnis hatte.
Sollte ein Insolvenzantrag nicht vom Geschäftsführer, sondern von dritter Seite gestellt worden sein, wird eventuell der Gesellschafter gefragt (Kenntnis vorausgesetzt) warum nicht er einen Insolvenzantrag gestellt hat.
Möglicherweise bedeutet dies „Beihilfe zur Insolvenzverschleppung“.

Also alles andere als schön!

Wenn das Vorgenannte bei Ihnen ein ungutes Gefühl hochkommen läßt, dann rufen Sie uns an – gemeinsam finden wir sicher eine Lösung.