Haftung Geschäftsführer

Nachfolgend der wörtliche Text des GmbH-Gesetzes in Sachen Geschäftsführer-Haftung :

Gesetz betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG)
§ 43 Haftung der Geschäftsführer

(1) Die Geschäftsführer haben in den Angelegenheiten der Gesellschaft die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden.(2) Geschäftsführer, welche ihre Obliegenheiten verletzen, haften der Gesellschaft solidarisch für den entstandenen Schaden.(3) Insbesondere sind sie zum Ersatz verpflichtet, wenn den Bestimmungen des § 30 zuwider Zahlungen aus dem zur Erhaltung des Stammkapitals erforderlichen Vermögen der Gesellschaft gemacht oder den Bestimmungen des § 33 zuwider eigene Geschäftsanteile der Gesellschaft erworben worden sind. Auf den Ersatzanspruch finden die Bestimmungen in § 9b Abs. 1 entsprechende Anwendung. Soweit der Ersatz zur Befriedigung der Gläubiger der Gesellschaft erforderlich ist, wird die Verpflichtung der Geschäftsführer dadurch nicht aufgehoben, daß dieselben in Befolgung eines Beschlusses der Gesellschafter gehandelt haben.(4) Die Ansprüche auf Grund der vorstehenden Bestimmungen verjähren in fünf Jahren.

So weit, so gut (oder auch nicht) !
In der Praxis sieht es so aus, dass vom amtierenden Geschäftsführer im Nachinein buchstäblich hellseherische Fähigkeit vorausgesetzt werden.
Später als Fehler erkannte Entscheidungen des Geschäftsführers, die dieser in der Vergangenheit nach besten Wissen und Gewissen getroffen hat, werden im späteren Insolvenzfall als Fehlentscheidung zugerechnet. Daraus folgen möglicherweise (in der Praxis völlig normal und üblich) Schadenersatzansprüche gegenüber dem Geschäftsführer, die ein vom Gericht bestellter Insolvenzverwalter, ohne mit der Wimper zu zucken, in das Privat-Vermögen des Geschäftsführers vollstreckt.

Erwarten Sie von dieser Seite kein Mitgefühl für Ihre Situation !

Von dieser gängigen Vorgehensweise lebt der Insolvenzverwalter, es ist seine Haupteinnahmequelle.

Seien Sie versichert, als „normaler“ Kaufmann, haben Sie im Insolvenzfall gegen das geballte Fachwissen des Juristen keine Chance.

Sollten Sie sich mit Ihrer Problem-Gesellschaft in einer wirklichen Schieflage befinden bzw. diese drohen, dann schieben Sie das Problem nicht vor sich her, sondern handeln, so schwer es vielleicht (oder nicht vielleicht, sondern ganz sicher) Ihnen auch fällt.

Denken Sie bitte daran, bei einer möglichen Insolvenzverschleppung drohen auch strafrechtliche Konsequenzen, wie Geschäftsführerverbot etc..

Geben Sie sich einen Ruck und rufen Sie uns an, gemeinsam finden wir sicher eine Lösung.